Der Sommer ist nun endgültig vorbei und die Tage werden merklich kürzer. Längst ist es Herbst geworden und die Natur lässt noch einmal ihre Muskeln spielen und verwandelt sich in ein buntes Farbenmeer. Für den Garten steht jetzt noch einmal eine arbeitsintensive Zeit auf dem Programm, damit später im Frühling auch alle Faktoren für eine schöne und gepflegte Rasenfläche gegeben sind.

Rasen & Herbst

Als erstes sollte man seinem Rasen eine entsprechende Kur gönnen, damit er nicht nur für den kommenden Winter gewappnet ist, sondern sich auch von den Strapazen des Sommers erholen kann. Mittels Herbstdüngung kann der Rasen wieder so gekräftigt werden, dass er den schwierigen winterlichen Witterungsbedingungen problemlos widerstehen kann. Dabei ist aber Vorsicht geboten: Es sollte keinesfalls ein herkömmlicher Rasendünger verwenden werden. Geeignet für die herbstliche Rasenpflege sind sogenannte Herbstdünger die wenig Stickstoff und viel Kalium beinhalten. Damit wird nicht nur das Blattgewebe gestärkt, sondern auch die Widerstandskraft gegen Frost und diverse Pilzkrankheiten erhöht. Bester Zeitpunkt für das Ausbringen dieser letzten Rasendüngung des Jahres ist je nach Wetterlage September oder Oktober.

Was das Rasenmähen angeht, so kann gemäht werden solange der Rasen noch wächst – also etwa bis Anfang November – da das Gras im Winter nach Möglichkeit nicht zu lang sein sollte. Ist das Gras nämlich zu lang werden die einzelnen Halme unter der späteren Schneedecke niedergedrückt und zwischen den Grashalmen können sich dann ungehindert Pilze ausbreiten und Krankheiten entwickeln. Schnittreste vom letzten Mähdurchgang sollten aus denselben Gründen entfernt werden. Wächst auffallend viel Moos auf der Rasenfläche, deutet dies darauf hin, dass der Boden nur wenige Nährstoffe enthält und zu feucht ist. In diesem Fall empfiehlt es sich auch im Herbst noch einmal zu vertikutieren um dadurch das
Moos zu entfernen. Wichtig ist dabei, dass der Boden beim Vertikutieren unbedingt noch trocken ist, da die Rasenfläche sonst Schaden nimmt.

Die Herbstzeit mit ihrer feucht-milde Witterung ist übrigens auch der geeignete Zeitpunkt um diverse „Blessuren“ im Rasen zu beheben. Braune Stellen können zum Beispiel bis ungefähr Mitte Oktober problemlos nachgesät werden, damit man im Frühling eine schöne, geschlossene Grünfläche erhält. Später im Jahr ist eine Aussaat nicht zu Empfehlen, da zu junge Grashalme den ersten Frost in den meisten Fällen nicht überstehen.

Laub & Herbst

Ein Markenzeichen des Herbstes sind sicherlich die vielen bunten Blätter die von den Bäumen und Sträuchern fallen. Als Faustregel gilt hier, dass man die heruntergefallenen Blätter und auch Fallobst regelmäßig entfernen sollte, um so Fäulnis und Schimmel keine Chance zu lassen. Für das Einsammeln der Blätter eignen sich nicht nur herkömmliche Werkzeuge wie Rechen und Fächerbesen sondern auch die große Palette der angebotenen Laubstaubsauber.
Nun stellt sich natürlich die große Frage: „Wohin mit dem Laub?“. Eine gute Alternative zum Biomüllcontainer ist beispielsweise das Anlegen eines Komposthaufens. Für die Kompostierung geeignet ist unter anderem das Laub von Ahorn, Birke, Buche, Erle, Esche, Haselnuss, Linde und Weide sowie von allen Obstbäumen. Schwer verrottbares Laub, etwa von Kastanien oder Walnüssen, ist nicht wirklich für den Kompost geeignet und sollte einfach in der Biotonne entsorgt werden. Das Herbstlaub sollte für die Kompostierung mit Häcksel und Grasschnitt gemischt werden, da Laub wenig Stickstoff enthält. So kann eine hervorragende Komposterde entstehen, mit der man in Haus und Garten
seine Freude haben wird.
Übrigens: Wer in seinem Garten entsprechend Platz hat, der könnte auch einen kleinen Laubhaufen aufschlichten um Igeln, Schmetterlingslarven, Regenwürmern, Spinnen und Käfern ein schönes Winterquartier zu bieten. Die Natur wird dafür sicherlich sehr dankbar sein!